Jedes Kind braucht einen Engel & Hilfen im Alter

Im Projekt „Jedes Kind braucht einen Engel & Hilfen im Alter“ der evangelisch-lutherischen Petrusgemeinde Gretesch-Lüstringen-Darum arbeiten über 60 ehrenamtliche Menschen für Kinder, Familien und Senioren in Notlagen. Dabei setzen sie darauf, die Lebenssituation von benachteiligten Kindern und Familien nachhaltig zu verbessern und die Teilhabe von Seniorinnen und Senioren am gesellschaftlichen Leben zu unterstützen und zu verbessern.

Das Angebot des Projekts setzt sich aus vier wichtigen Teilen zusammen: einer Hausaufgabenbetreuung für Kinder im Grundschulalter, einem regelmäßig stattfindenden Kinderferienprogramm, einem sozialen Laden, der leistbare Produkte anbietet, sowie der Unterstützung von Seniorinnen und Senioren im neu eingeführten Teilprojekt „Hilfen im Alter“.

Im Mittelpunkt der Angebote für Grundschulkinder steht das Thema Bildungsgerechtigkeit. Seit 2008 unterstützen rund 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Kinder der Waldschule Lüstringen und der Bergschule bei ihren Schulaufgaben. Die Aufgabe ist äußerst wichtig, da Bildung der Schlüssel zu einer guten Zukunft ist – und in der Regel sind es Kinder aus sozial schwachen Familien oder Familien mit Migrationshintergrund, die hier am stärksten benachteiligt sind. Der Erfolg der Hausaufgabenbetreuung spricht deutlich für die Notwendigkeit des Hilfsangebots: Die Deutschkenntnisse der Nicht-Muttersprachler verbesserten sich in kürzester Zeit ebenso wie die schulischen Leistungen der teilnehmenden Kinder insgesamt.

Auch die Kinderferienbetreuung wurde seit 2009 zu einem wichtigen Teil von „Jedes Kind braucht einen Engel“: Das Programm wird in allen Oster-, Sommer- und Herbstferien von rund 25 ehrenamtlichen Jugendlichen und dem Diakon organisiert und ausgerichtet. In den jährlich insgesamt sechs Ferienwochen betreuen sie vormittags Kinder aus sozial benachteiligten Familien und sorgen dafür, dass die Jungen und Mädchen spannende Ferienerlebnisse sammeln, selbst wenn sie mit ihren Eltern nicht in Urlaub fahren können. Für sozial benachteiligte Familien ist das Programm daher ein äußerst wichtiges Angebot – ganz besonders für Alleinerziehende oder doppelt berufstätige Eltern.

Im Jahr 2011 wurde das Projekt „Jedes Kind braucht einen Engel“ zudem durch einen „Sozialen Laden“ erweitert. In dem gemeinnützigen Second-Hand-Geschäft finden Kinder und Erwachsene von Kleidung bis hin zu Spielsachen die unterschiedlichsten Artikel. Familien mit geringem Einkommen bekommen bis zu 65 Prozent Rabatt – zu normalen Preisen darf jeder einkaufen.

Im „Sozialen Laden“ treffen schließlich die Projektangebote für Kinder und Familien auf die Unterstützung von Seniorinnen und Senioren. Im Rahmen der „Hilfen im Alter“ können dort auch bedürftige ältere Menschen günstige Kleidung kaufen oder finden im „Kaffee-Treff“ die Gesellschaft anderer Ladenbesucher und der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Letztere stehen den älteren Menschen auch für unterschiedlichste Beratungen zur Verfügung und helfen ihnen beispielsweise bei sozialen Fragen weiter.

Das Projekt „Jedes Kind braucht einen Engel & Hilfen im Alter“ ist vielfältig vernetzt. Die Partner reichen von Schulen und Kitas über die Diakonie und Kirchensozialarbeit bis hin zu den Sozialdiensten der Stadt Osnabrück. Als einer von 18 Pionierstandorten gehört das Projekt seit 2015 zum Bundesprogramm „Kirche findet Stadt“. Von den Evangelischen Stiftungen Osnabrück wird das Projekt mit derzeit 15.000 Euro pro Jahr gefördert.

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