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Die Evangelischen Stiftungen Osnabrück ersetzen das Altenheim am Ledenhof durch einen zeitgemäßen Neubau. Die Diakonie Osnabrück ist Träger des modernen Senioren-Wohnheims, das mitten im Stadtzentrum entsteht. In 45 barrierefreien Wohnungen in unterschiedlicher Größe können ältere Menschen noch viele Jahre lang ein selbstbestimmtes Leben führen, bevor vielleicht ein Umzug in eine stationäre Einrichtung notwendig wird. Diese neuen Wohnformen im Alter sind stark nachgefragt und entsprechen dem Lebensgefühl vieler älterer Menschen. Neben den Wohnungen werden außerdem gastronomische Angebote und die Superintendentur untergebracht.

Das geplante Seniorenzentrum „Haus Ledenhof“ soll um einen Innenhof herum angeordnet werden. Lageplan: M 1:500

Der Entwurf des Münsteraner Architekturbüros „Schnoklake Betz Dömer Architekten“ fügt sich gut in die Umgebung ein. Der Neubau wird sich aus drei unterschiedlich hohen und untereinander verbundenen Baukörpern zusammensetzen. Der fünfgeschossige Baukörper bezieht sich dabei auf die ehemalige Gehörlosenschule, während der viergeschossige Baukörper ein gelungenes Gegenüber zur Schlossfassade bildet. Der dreigeschossige Baukörper nimmt schließlich die Trauf- und Firsthöhen der benachbarten Giebelhausreihe auf. Mit den verschiedenen Höhen, Fassadenrücksprüngen und -knicken wirkt das Gebäude nicht klotzig und fügt sich sensibel in die Umgebung ein. Das geplante Café und die Läden beleben das Quartier, so dass das neue Gebäude insgesamt eine Aufwertung darstellt.

Die Simulation des Architektenbüros zeigt die Eingangssituation von SÜD-OST
Die Simulation zeigt den hellen Innenhof mit zahlreichen Sitzgelegenheiten als Ort der Begegnung
Mit einladenden Sitzecken werden auch die Gemeinschaftsflure zu Kommunikationsräumen

Kleine Nachbarschaften

Mit „Kleinen Nachbarschaften“ in den Wohngeschossen sollen Begegnung und Kommunikation in dem neuen Seniorenzentrum gefördert werden. Dafür werden jeweils fünf bis sechs Wohneinheiten über einen gemeinsamen Flur verbunden. Diese Gemeinschaftsflure werden zu Begegnungsräumen, genauso wie der Innenhof, der in der Mitte der drei untereinander verbundenen Baukörper entsteht.

Der Architekturwettbewerb

Für die Planungen des Ledenhofes haben die Evangelischen Stiftungen einen Architekturwettbewerb durchgeführt, bei dem sich der Entwurf des Münsteraner Architekturbüros „Schnoklake Betz Dömer Architekten“ durchsetzen konnte. Das Auswahlverfahren wurde als einstufiger, nichtoffener anonymer Wettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungs-/Losverfahren durchgeführt. Es bewarben sich 125 Architekten- und Planungsbüros aus Deutschland und Österreich, wovon 12 Büros zur Abgabe eines Entwurfes aufgefordert wurden. Eingereicht wurden zehn Entwürfe, die das Preisgericht zu bewerten hatte. Das Preisgericht bestand aus vier Fachpreisrichtern (Eigentümer, Träger und Nachbarn der Einrichtung) und fünf Sachpreisrichtern (Wissenschaft, Verwaltung und Praxis). Das Wettbewerbsverfahren wurde vom renommierten Münsteraner Planungsbüro Assmann im Auftrag der Evangelischen Stiftungen durchgeführt.