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Offizielles Vorbild für Nachhaltigkeit

Deutsche Umwelthilfe hat gewählt: Sanierungsprojekt der Evangelischen Stiftungen Osnabrück bundesweites Best-Practice-Beispiel.

Ausgezeichnete nachhaltige Sanierung: Das zur Kita und Evangelischen Familienbildungsstätte umgestaltete ehemalige Kasernengebäude an der Anna-Gastvogel-Straße ist eins von bundesweit 17 ökologisch besonders gelungenen nachhaltigen kommunalen Bau- und Sanierungsprojekten 2025. Die Deutsche Umwelthilfe hat die Immobilie der Evangelischen Stiftungen Osnabrück als einziges Best-Practice-Beispiel für Bau- oder Sanierungsprojekte im Bereich nachhaltiges Bauen und Energieeffizienz in der Region auf seiner interaktiven Deutschlandkarte veröffentlicht. „Schon seit längerer Zeit haben wir in der Immobilienbewirtschaftung, beim Bau oder bei Sanierungen nachhaltige Lösungen im Fokus. Dass unser Gebäude als bundesweites Vorbild gewählt wurde, ist eine sehr schöne Bestätigung unserer Bemühungen“, freut sich Stiftungsvorstand Johannes Andrews.

Im Rahmen des Projekts BauKlima-Kommunal hat die Deutsche Umwelthilfe bundesweit zahlreiche Good-Practice-Beispiele geprüft und 17 Leuchtturm-Projekte auf einer interaktiven Deutschlandkarte dargestellt. Darunter beispielsweise eine Schule in Darmstadt, das Bellevue di Monaco in München oder eine Sporthalle in Berlin. Alle Projekte sollen als Wegweiser für nachhaltiges Bauen und Sanieren zum Mitmachen anregen, da sie zeigen, wie ökologisch sinnvolles Bauen gelingt. Im Auswahlverfahren analysiert die Deutsche Umwelthilfe kommunale und demografische Statistiken, betrachtet die Ökobilanz und stellt soziale, wirtschaftliche und ökologische Auswirkungen von Abriss, Neubau, Sanierung über den gesamten Lebenszyklus der Gebäude gegenüber. Am Ende entscheidet diese fundierte Analyse, ob es eine Immobilie auf die Best-Practice-Landkarte schafft.

Die mit den Architekten von Plan.Concept aus Haste durchgeführte nachhaltige Sanierung des zweigeschossigen ehemaligen Kasernengebäudes aus den 60er-Jahren war eine der großen Baumaßnahmen der Evangelischen Stiftungen der jüngeren Vergangenheit. Da die vorhandenen Flächen im Bestand für die beiden Nutzer, eine Kita und die Evangelische Familienbildungsstätte, nicht ausreichend waren, wurde zur Erweiterung ein aus zwei Teilen bestehender Anbau in Holzrahmenbau realisiert. Das Flachdach des Anbaus wurde begrünt. Für die große Dachfläche kamen neue Dachziegel aus Ton zum Einsatz. Noch gut erhaltene und voll funktionsfähige Kunststofffenster, die ausgebaut werden mussten, wurden im Gebäude an anderer Stelle wiederverwendet. Zudem blieb der Bodenbelag aus Steinzeug in den Fluren und im Treppenhaus erhalten. Durch die Verwendung von umweltfreundlichen Baumaterialien und den Erhalt der alten Bausubstanz konnten große Mengen CO2 eingespart werden. Ziel war außerdem, Synergien zwischen den beiden Mietparteien zu schaffen. Der auf FaBi-Seite installierte Aufzug wird ebenso gemeinsam mit der KiTa genutzt, wie die rollstuhlgerechten WCs. „Das Ergebnis erfüllt sowohl alle Auflagen für den KfW-55 Gebäudestandard als auch alle unsere Erwartungen, was Nachhaltigkeit, Funktionalität und Aufenthaltsqualität angeht. Die Kita-Kinder und die Gäste der FaBi können sich gleichermaßen wohlfühlen“, so Andrews.