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Leitbild Menschlichkeit

Unser Leitbild ist Menschlichkeit. Es steht in Einklang mit dem christlichen Menschenbild, das sich aus der Barmherzigkeit Gottes ableitet. Danach hat jeder Mensch das Recht auf ein menschenwürdiges Leben und einen respektvollen Umgang.

Gute Projekte brauchen gute Seelen

Sie packen mit an, organisieren, sprechen Mut zu, trösten, muntern mit einem Lächeln auf. Sie reichen Mitmenschen in schwierigen Lebenssituationen ohne viel Aufhebens eine helfende Hand. Sie geben ihre Zeit, ihre Energie und ihr Herz, um das Leben von anderen besser zu machen. Ehrenamtliche Helfer sind die stillen Helden unserer Gesellschaft. Sie erinnern uns daran, dass Taten zählen. Dass Reden nicht ausreicht, um das Leben von Menschen zu verändern. Ehrenamtliche füllen die Grundsätze der Nächstenliebe und Nachbarschaftshilfe mit Leben.

Viele der wunderbaren Projekte, die wir fördern, wären ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer kaum möglich. Mehr als Grund genug, sie einmal ins Licht zu rücken. Wir möchten hier in unregelmäßiger Reihenfolge Ehrenamtliche zu Wort kommen lassen.

Zu unseren anderen Ehrenamtlichen


Hannah Bublies

Hannah Bublies, 26 Jahre alt, zählt zu den Gründungsmitgliedern der Pfadfindergruppe „Osnabrücker Otter“. Zu den wöchentlichen Treffen auf unserer Wiese am Hörner Weg kommt die Ingenieurin, die bei einem Automobilzulieferer arbeitet, sogar eigens aus Minden angereist. Ihr Antrieb: Den Kindern Zuversicht schenken, Gemeinschaft erlebbar machen und christliche Werte vermitteln.

Frau Bublies, was war Ihr bisher schönstes Erlebnis als Betreuerin der „Osnabrücker Otter“?

Mich erfüllt immer wieder, dass wir eine so tolle Gemeinschaft sind, viele spannende Abenteuer zusammen erleben, alle gemeinsam so viel lernen. Und wenn ich beobachten kann, dass die Kinder sich mehr und mehr zutrauen, weil sie so viele gute Erfahrungen machen, sich in der Gruppe aufgehoben fühlen und dadurch wachsen, dann macht mich das immer wieder aufs Neue glücklich.

Wie kamen Sie zu Ihrer Tätigkeit?

Ich habe mich schon früh in der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit engagiert. Als die Pandemie kam, konnten wir unsere Aktivitäten und Angebote nicht fortführen. Dadurch sind die meisten unserer Gruppen leider eingeschlafen. Als es wieder möglich war zusammenzukommen, hat sich eine Gruppe motivierter Menschen, denen Kinder- und Jugendarbeit am Herzen liegt, getroffen. Zusammen haben wir überlegt, was wir Neues schaffen können, um junge Menschen zu erreichen, die ja besonders unter den Corona-Beschränkungen gelitten haben. Ein paar Mitarbeiterinnen waren in ihrer Jugend bei den Pfadfindern und haben den Vorschlag gemacht, einen Stamm zu gründen. Wir waren alle sofort begeistert. Ich wusste nicht viel über Pfadfinder. Das Pfadfinder-Motto „learning by doing“ gilt auch für mich. Ich habe sehr viel gelernt, von Knoten binden, Dinge selber bauen über Feuer machen bis hin zu den Verhaltensregeln.

Was ist Ihr Motiv, sich ehrenamtlich zu engagieren?

Ich möchte Kindern und Jugendlichen Einblick in ein Leben mit dem christlichen Glauben geben und ihnen vermitteln, dass sie geliebte Kinder Gottes sind. Mir ist wichtig, ihnen insbesondere in diesen unruhigen Zeiten Zuversicht zu schenken, dass sie ihren eigenen Fähigkeiten und Gott vertrauen können. Außerdem lehren die Grundsätze der Pfadfinder wichtige Werte: Hilfsbereitschaft, Zuverlässigkeit und miteinander statt gegeneinander zu agieren. Außerdem lernt man, Herausforderungen zu begegnen, selbstbewusst und ruhig nach Lösungen zu suchen. Und wenn die Lösung nicht funktioniert, nicht aufzugeben, sondern einfach neu nachzudenken. Das sind Grundwerte, die in unser aller Zusammenleben unverzichtbar sind. Und diese Verhaltensweisen bleiben bei uns nicht nur Theorie, sondern sie sind spürbar. Für uns alle, nicht nur für die Kinder. Das genieße ich.

Was lernen Sie aus Ihrem Ehrenamt oder was nehmen Sie für sich mit?

Sehr, sehr viel. Erst einmal kommt viel Wertschätzung von den Eltern und Kindern zu uns zurück, das ist eine schöne Bestätigung. Aber mindestens genauso schön ist es, zu erleben, wie diese kleine Gemeinschaft zusammenwächst, wie die Kinder die Pfadfinderregeln mit Leben füllen, aufeinander aufpassen, sich auch über Altersgrenzen hinweg gegenseitig Dinge beibringen und geduldig erklären, das ist einfach wunderschön. Ich genieße es auch selbst, mit Gleichgesinnten in der Natur zu sein, bei Wind und Wetter. Und wir wollen alle dasselbe: Unseren Beitrag dazu leisten, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen.