Gute Projekte brauchen gute Seelen
Sie packen mit an, organisieren, sprechen Mut zu, trösten, muntern mit einem Lächeln auf. Sie reichen Mitmenschen in schwierigen Lebenssituationen ohne viel Aufhebens eine helfende Hand. Sie geben ihre Zeit, ihre Energie und ihr Herz, um das Leben von anderen besser zu machen. Ehrenamtliche Helfer sind die stillen Helden unserer Gesellschaft. Sie erinnern uns daran, dass Taten zählen. Dass Reden nicht ausreicht, um das Leben von Menschen zu verändern. Ehrenamtliche füllen die Grundsätze der Nächstenliebe und Nachbarschaftshilfe mit Leben.
Viele der wunderbaren Projekte, die wir fördern, wären ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer kaum möglich. Mehr als Grund genug, sie einmal ins Licht zu rücken. Wir möchten hier in unregelmäßiger Reihenfolge Ehrenamtliche zu Wort kommen lassen.
Lothar Hübner
Einrichtung: Digitaltreff im Sozialen Laden an der Bremer Straße 228
Träger: Gemeinwesendiakonie Osnabrück
Lothar Hübner, seit Kurzem in Rente, investiert wöchentlich bis zu 8 Stunden in die Unterstützung seiner Mitmenschen. Er hilft im Digitaltreff an der Bremer Straße und ist zudem im Begegnungscafé der Katholischen Kirchengemeinde Heilig Kreuz im Schinkel tätig. Zusammenzuhalten und sich gegenseitig zu unterstützen - das ist sein Motiv, welches er auf sein christliches Elternhaus zurückführt.
Hannah Bublies
Einrichtung: Pfadfindergruppe „Osnabrücker Otter“
Träger: Landeskirchliche Gemeinschaft Osnabrück e.V. (LKG)
Hannah Bublies, 26 Jahre alt, zählt zu den Gründungsmitgliedern der Pfadfindergruppe „Osnabrücker Otter“. Zu den wöchentlichen Treffen auf unserer Wiese am Hörner Weg kommt die Ingenieurin, die bei einem Automobilzulieferer arbeitet, sogar eigens aus Minden angereist. Ihr Antrieb: Den Kindern Zuversicht schenken, Gemeinschaft erlebbar machen und christliche Werte vermitteln.
Dominik Kohl
Einrichtung: Digitaltreff im Sozialen Laden an der Bremer Straße 228
Träger: Gemeinwesendiakonie Osnabrück
Dominik Kohl, 28 Jahre alt, steht seit Gründung des Digitaltreffs an der Bremer Straße vor einem Jahr für zwei Stunden pro Woche Menschen helfend zur Seite, die bei der Bedienung ihres Mobiltelefons, Tablets oder Laptops Schwierigkeiten oder Fragen haben. Die Gespräche drehen sich jedoch nicht nur um Technik. Oft entwickelt sich bei einem Kaffee und Plätzchen ein vertrauter Austausch.
Bettina Dreyer
Einrichtung: DiakonieBISTRO im Café OASE in der Lohstraße
Träger: Ev.-Luth. Kirchengemeinde St. Marien in Kooperation mit der Diakonie Osnabrück Stadt und Land
Bettina Dreyer, geborene Münchenerin, lebt mit ihrer Familie seit fast 30 Jahren in Osnabrück. Seit 2012 engagiert sich Frau Dreyer neben ihrer Berufstätigkeit regelmäßig ehrenamtlich im DiakonieBISTRO in der Lohstraße. Das Bistro bietet seit 2007 bedürftigen Menschen mittags eine warme Mahlzeit zu einem subventionierten Preis an. Gegessen wird an großen Tischen in Gemeinschaft und das Essen wird serviert, wie in einem Restaurant. Das schafft eine einladende Atmosphäre für alle.
Rüdiger Berger
Einrichtung: Bahnhofsmission
Träger: Caritas Osnabrück und Diakonie Osnabrück Stadt und Land
Rüdiger Berger ist seit mehr als 5 Jahren an zwei halben Tagen pro Woche bei der Bahnhofsmission in Osnabrück tätig. Im „Außendienst“ hilft er Fahrgästen auf dem Bahnsteig, beispielsweise wenn ein Kinderwagen aus dem Zug bugsiert werden muss. Im „Innendienst“ steht er den Gästen zur Seite, oftmals Wohnungslose, alkohol- oder drogenabhängige, psychisch kranke oder einsame Menschen, die sich in der Bahnhofsmission aufwärmen, dort nach frostigen Nächten Schlaf nachholen, hungrig sind oder einfach Gesellschaft suchen. Er serviert ihnen einen Kaffee, ein belegtes Brot oder auch mal eine Suppe. Er hört zu, schenkt Aufmerksamkeit oder unterstützt bei behördlichen Angelegenheiten.
Anette Wellinghof
Einrichtung: Der soziale Laden
Träger: „Jeder Mensch braucht einen Engel“, Gemeinwesendiakonie Osnabrück e.V.
Anette Wellinghof ist seit einem halben Jahr für drei Stunden in der Woche im Sozialen Laden an der Bremer Straße tätig, wo gebrauchte Alltagswaren - von Kleidung, über Geschirr bis hin zu Schmuck – zu einem günstigen Preis abgegeben werden. Sie sichtet und sortiert insbesondere Schmuck und Sportsachen, sortiert Unbrauchbares aus und präsentiert Brauchbares ansprechend im Laden. Wenn Kunden kommen, berät sie und unterstützt bei der Auswahl.
Gerd Diekherbers
Einrichtung: Repair Café im Café OASE in der Lohstraße
Träger: Diakonie Osnabrück Stadt und Land
Gerd Diekherbers, knapp 87 Jahre alt, hat vor 10 Jahren das allererste Repair Café in Osnabrück gegründet und aufgebaut. Einmal im Monat repariert er gemeinsam mit seinen etwa 20 Mitstreitern für und mit Menschen aus der Nachbarschaft defekte Drucker, Fahrräder, Bügeleisen, Kleidung und vieles mehr – dabei kommt es immer wieder zu „Welturaufführungen“ wie er es nennt, denn alle sind zwar handwerklich erfahren, aber oft müssen sie sich ganz neu in die Aufgabe eindenken.