Projekt „Grüner Garten“ neues Stadtquartier schafft sozialen Wohnraum für Jung und Alt

Die Evangelischen Stiftungen Osnabrück haben eine gut 17.000 Quadratmeter große Fläche im Stadtteil Voxtrup erworben, um dort neuen sozialen Wohnraum zu schaffen. In dem neuen Stadtquartier „Grüner Garten“ an der Meller Landstraße sind 79 neue Wohneinheiten und rund 100 Plätze für eine neue stationäre Altenhilfeeinrichtung der Diakonie Osnabrück geplant.

Mehrgenerationenwohnen in sozialer Vielfalt

Auf der gut 17.000 m2 großen Fläche im Stadtteil Voxtrup im Bereich Meller Landstraße sollen 79 neue Wohneinheiten und rund 100 Plätze in einer neuen stationären Altenhilfeeinrichtung der Diakonie entstehen. Das Seniorendomizil ist eine Nachfolgeeinrichtung für das Haus Ledenhof. In einem städtebaulichen Vertrag werden u.a. der soziale Wohnungsbau, Erschließungs- und Finanzierungsfragen sowie das Quartierskonzept festgelegt.

Das Gelände ist gut geeignet, um den unterschiedlichen Bedürfnisse junger wie älterer Menschen in diversen Lebenssituationen und mit unterschiedlichen Einkommensverhältnissen gerecht zu werden. Das Wohnprojekt „Grüner Garten“ lebt von der Durchmischung: Junge Familien mit Kindern und Jugendlichen, junge Senioren, aber auch Senioren, die die Sicherheit eines Betreuten Wohnens schätzen, sollen im Grünen Garten eine Heimat finden. Dies spiegelt sich entsprechend im geplanten Wohnraumangebot wider: Neben Eigentumswohnungen und Eigenheimen werden klassische Mietwohnungen und Sozialwohnungen, zum Teil barrierefrei gebaut. In allen Wohnformen werden Menschen gesucht, die ein bewusstes Interesse haben, sich in irgendeiner Form (und unterschiedlicher Intensität) auch gemeinschaftlich einzubringen.

Es ist davon auszugehen, dass im Bereich der Mietwohnungen und der stationären Altenhilfe auch Menschen mit geringerem Einkommen ein Zuhause finden werden. So kann der Grüne Garten zum Vorzeigeprojekt für die Stadt Osnabrück werden: Hier ist nicht nur das Wohnen wichtig, hier geht es um das Zusammenleben. Lebendige Nachbarschaft im besten Sinne des Wortes.

Begleitende Unterstützung für das Zusammenleben im Quartier

Zur Unterstützung des anspruchsvollen Projektes sollen der Aufbau und die Auswahl der Akteure und Mitbewohner durch eine Koordinationsperson unterstützt werden. Sie hat als Quartiermanager eine steuernde Funktion bei der Belegung des Mietwohnraumes. Durch Gespräche im Vorfeld der Wohnungsvergabe soll sichergestellt werden, dass die die Durchmischung von Menschen in verschiedenen Lebensphasen und verschiedener Einkommensverhältnisse gelingt.

Eine wichtige Voraussetzung für ein Gelingen des Zusammenlebens von allen künftigen Bewohnern (Mietern und Eigentümern) ist aber das Engagement und der Wille, sich aktiv in das Quartiersleben einzubringen.

Die Koordinationsperson verknüpft die Ideen und Interessen aller Bewohner und fördert das gegenseitige Miteinander, in das sich die Menschen im Quartier nach ihren eigenen Maßstäben und Interesse einbringen. Darüber hinaus verwaltet die Koordinationsperson den Versammlungsraum.

Aufstellung des Bebauungsplanverfahrens beginnt

Um die Fläche des Grünen Gartens städtebaulich zu entwickeln ist ein Bebauungsplanverfahren notwendig. Im Bebauungsplan werden die Erschließung und künftige bauliche und sonstige Nutzung von Grundstücken geregelt. Für die Ausgestaltung und die städtebauliche Entwicklungen haben die Evangelischen Stiftungen, die Diakonie Osnabrück und das Architekturbüro PLAN.CONCEPT in enger Abstimmung mit dem Planungsamt einen ersten Entwurf erarbeitet. Der Entwurf wird nun von der Verwaltung weiter bearbeitet und dann von den Fachausschüssen des Rates beraten. Im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung werden die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig über die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung informiert und haben die Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung. Dazu ist auch eine Informationsversammlung geplant.

Im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung werden die Bürgerinnen und Bürger frühzeitig über die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die voraussichtlichen Auswirkungen der Planung informiert und haben die Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung. Dazu ist eine Informationsversammlung geplant.

Aufgrund der hohen Arbeitsbelastung der Stadtverwaltung Osnabrück wird erst im Laufe des Jahres 2020 mit dem Abschluss des Bebauungsplanverfahrens gerechnet. Damit verschieben sich der ursprünglich geplante Baubeginn für das Pflegeheim und die Wohnhäuser auf frühestens Ende des Jahres 2020.