Wald

Nicht nur Finanzmittel, Immobilien und Grundstücke gehören zum Vermögen der Evangelischen Stiftungen, sondern auch Waldflächen mit einer Größe von insgesamt ca. 450 Hektar bilden einen wertvollen Teil des Stiftungsvermögens. Die Wälder, die von den Evangelischen Stiftungen bewirtschaftet werden, liegen in der Stadt und im Landkreis Osnabrück sowie im Kreis Steinfurt.

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© Michael Münch

Verschiedene Nadelbaumarten prägen das Bild des Stiftungswaldes. Fichten, Kiefern, Tannen, Lärchen und Douglasien liefern hochwertiges Bauholz und Holz für den Innenausbau. Laubbäume wie Buchen, Eichen, Ahorn, Eschen und Kirschbäume machen die Wälder zu wertvollen Mischbeständen.

Der nachwachsende Rohstoff Holz ist eine wichtige Ressource und die nachhaltige Holznutzung dient als CO2-Speicher dem Klimaschutz. Die Wälder der Evangelischen Stiftungen werden nach den Kriterien des naturnahen Waldbaus fachgerecht bewirtschaftet und sind wichtiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Neue Waldstücke, beispielsweise auf Sturmflächen, entstehen durch Naturverjüngung (d.h. durch die selbstständige, natürliche Vermehrung umstehender Bäume) oder durch standortgerechte Aufforstung, bei der die natürlichen Ansprüche kleinerer Bäume berücksichtigt werden. Die biologische Vielfalt unserer Wälder wird bewahrt und, wo nötig, vergrößert. Gleichzeitig bieten die Stiftungswälder den Menschen in der Region Gelegenheit für Erholung und intensive Naturerlebnisse – ob beim erholsamen Spaziergang oder bei sportlichen Aktivitäten.

© Michael Münch

Die Holzernte der Evangelischen Stiftungen wird möglichst boden- und naturschonend ausgeführt. Die Erlöse aus dem Holzverkauf fließen in die Stiftungsarbeit und bilden einen wichtigen Baustein für soziale Förderprojekte. Aktuell gilt es, die Wälder fit zu machen für den Klimawandel. Da künftig mit zunehmender Trockenheit und Stürmen zu rechnen ist, wird ein anpassungsfähiger und widerstandfähiger Mischwald angestrebt. Deshalb werden nun vermehrt auch Traubeneichen, Speierlinge, Elsbeeren, Weißtannen und Zedern gepflanzt.

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© Michael Münch

PEFC_LogoSchon seit 1999 sind die Wälder der Evangelischen Stiftungen PEFC-zertifiziert. Das Zertifizierungssystem PEFC (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes) steht für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und ist damit ein Art internationaler „Wald-TÜV“. Mit der PEFC-Zertifizierung belegen die Evangelischen Stiftungen transparent und glaubwürdig, dass sie den Wald nachhaltig bewirtschaften und für zukünftige Generationen erhalten. Die Einhaltung der PEFC-Standards wird jährlich überprüft.

PEFC, das bedeutet:

  • Es wird nicht mehr Holz geschlagen, als nachwächst.
  • Wo Bäume gefällt wurden, wird auch wieder aufgeforstet.
  • Der Wald bleibt ein sicherer Lebensraum für Tiere und Pflanzen.
  • Die Artenvielfalt im Wald bleibt erhalten.
  • Ein nachhaltig bewirtschafteter Wald behält seine Funktion als natürlicher Schutz von Gewässern, Böden und Klima.
  • Das Holz stammt garantiert aus einer legalen Quelle.
  • Bei allen Waldarbeiten werden die hohen Standards der Arbeitssicherheit eingehalten.
  • Die Arbeitnehmerrechte werden gewahrt.
  • Bei allen Arbeiten wird qualifiziertes Fachpersonal eingesetzt.
  • Die Rechte der Menschen, die vom Wald leben und/oder von ihm abhängen (zum Beispiel Waldbauern oder auch Naturvölker in Südamerika) werden gesichert.

Der Wald wird von den beiden Stiftungsförstern Hendrik Pannenborg und Herbert Schwietert zusammen mit fünf Bezirksförstern der Landwirtschaftskammer Niedersachen, dem Forstamt Weser-Ems und dem Regionalforstamt Münsterland aus Nordrhein-Westfalen bewirtschaftet. Bei Bedarf werden für die Waldpflege und die Holzernte qualifizierte, zertifizierte Unternehmen beauftragt.