Erbbaurechte

Zum Vermögen der Evangelischen Stiftungen zählen auch ca. 600 Erbpachtgrundstücke. Für die Nutzung des Grundstücks  zahlen die Erbbaurechtnehmer einen Erbbauzins. Diese Einnahmen bilden einen Grundstock für das Vermögen der Stiftungen und sind eine wichtige Grundlage für ihre Fördertätigkeit.

Das Erbbaurecht erlaubt einem Erbbauberechtigten, ein Gebäude auf einem ihm fremden Grundstück zu bauen und dieses zu nutzen. Der Erbbauberechtigte selbst ist also wirtschaftlicher Eigentümer des Grundstückes – Besitzer für eine festgelegte Zeit, meist 99 Jahre. Als Ausgleich hat der Erbbauberechtigte dem Grundstückeigentümer einen Erbpachtzins zu entrichten. Dieser ist in etwa mit einer Miete für das Grundstück zu vergleichen. Erbpachtzins und Laufzeit werden in einem Vertrag festgelegt. In der Regel beträgt der Erbpachtzins 4–6 Prozent des Grundstückswertes im Jahr. Der Erbpachtzins richtet sich dabei nach der Entwicklung des Bodenwertes. Der Erbpachtzins ist an eine Preisgleitklausel geknüpft und beispielweise an die Lebenshaltungskosten gekoppelt. Daran wird der Erbpachtzins jeweils entsprechend angepasst. In  regelmäßigen Abständen (alle 10–15 Jahre) müssen die Erbpachtzinsen dem vertraglich vereinbarten Index angeglichen werden.